So, ich habe beschlossen, dass der Sonntag der offizielle Wiegetag wird, damit ich hin und wieder mal genau gucken kann, ob ich noch im Plan liege.
Mein Plan - ich liebe es, nicht planlos zu sein ... - sieht einen Gewichtsverlust von 1 Pfund die Woche vor. Und so liege ich genau im Plan ...
Bisher habe ich es gut umsetzen können, mich viel zu bewegen.
Angesichts der Massen sehe ich derzeit von ehrgeizigen Sport-Ideen wie Joggen und ähnlichem komplett ab, denn anders als die biggest Loser auf der Hazienda habe ich hier noch Kinder, Job und Haushalt und so muss ich mit den Kräften haushalten.
Mein Gewicht raubt mir derzeit schon viel Energie.
Mit 10 kg weniger auf den Rippen war ich noch ein Kraftpaket - mit über 90 mutierte ich ernsthaft zur Couch-Potatoe und zwar derart, dass ich ab Sonnenuntergang nur noch schlapp in den Seilen hänge. An mehr als an Kauen ist nicht zu denken :)
Bisher bin ich jede Woche Donnerstags schwimmen gegangen. Künftig soll auch noch der Dienstagabend dazu kommen. Ich bin gespannt.
Die beiden Spaziergänge täglich, konnte ich bisher gut hinbekommen - damit bin ich immerhin 2 Stunden am Tag in der frischen Luft in Bewegung.
Sollte das zeitlich nicht durchzuhalten sein, werde ich wohl doch mal die Altkleidersammlung auf dem Crosstrainer auflösen und mich dort schlank strampeln.
Vom Essen her bin ich nur halb zufrieden.
Zwar habe ich vernünftig gekocht, aber doch nebenbei zuviel und zu wahllos ... Ihr wisst schon ... kein Grund, sich darin zu suhlen ...
Ich gedenke dieses Zuviel und Wahllose künftig damit ein wenig einzuschränken, dass ich es hier aufliste. Evtl. wird mich der Gedanke, so etwas wie "1 Bounty, 1 Salamischeibe, 1 Familienpizza und 3 Kekse" hier zu verkünden, doch vom nebenbei abbringen ...
Mal schauen, wie die nächste Woche läuft
Sonntag, 11. Januar 2009
Samstag, 10. Januar 2009
Januar, DER Diätmonat

In jeder Dicken steckt eine Schlanke und ganz viel Schokolade, schrieb Terry Pratchett einmal.
Die Medien sehen uns Dicke eher als prall gefüllte Sparschweinchen und haben damit gar nicht so Unrecht. ZB habe ich mir den neuesten Stern gekauft, weil ich meinen Neujahrsvorsätzen folgend gerade abnehme, weil das vermutlich die meisten echten und eingebildeten Dicken Deutschlands gerade tun und weil die Leute vom Stern deshalb ein schlankes Model in einer Übergrößen-Jeans fotografiert haben, die die Frau sicherlich noch niemals tragen musste.
Und obwohl ich das natürlich durchschaue, habe ich das Heft dennoch gekauft und war nicht sonderlich überrascht, dass der zu dem Cover passende Artikel reichlich öhm, mager war.
Keine Infos, die ich nicht schon zigfach im Bücherregal hätte.
Hm, vielleicht sollte ich diesen geldmachenden Januar-Trend nutzen und meine sämtlichen Diät-Bücher bei Ebay verticken?
Zeitgleich begann im Fernsehen "the biggest Loser".
Echtes Bildungsfernsehen, das hoffentlich dazu beitragen wird, dass sich die Leute künftig nicht immer gegenseitig als Looser beschimpfen, sondern die Einsamkeit des Mittel-Os hängenbleibt.
Ansonsten behagliche Big-Brother-Stimmung, die das "alle Dicken sind dämliche Prolls" Bild nicht unbedingt ändern wird.
Ich ändere an dem Bild ja auch nichts ... immerhin bin ich dämlich genug den Stern zu kaufen, nur weil darauf eine Dünne in einer Hose hulahupt ...
Es wäre spannend mal herauszufinden, wieviele von uns Riesenärschen den Klassiker "Bauch, Beine, Po" im Regal stehen haben. Mit leiser Staubschicht. Den könnte ich als nahezu neuwertig bei Ebay einstellen. Aber es war ein gutes Gefühl, das Buch zu kaufen. Mit jedem Diätbuch, mit jeder Sportanleitung, mit jedem Fitnessgerät, gewinnt man in der Anschaffung ein wenig Selbstbewusstsein. Man sieht auf die nächstbeste Normalgewichtige regelrecht herab, denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass man deutlich schlanker und ah, ich mag das Wort: sehniger ist, als jene Normalgewichtige. Eine Frage der Zeit, dass man sich den Gatten dieser Langweilerin kaum vom Hals oder aus dem Bett halten kann ...
Daher noch ein nachgeschobener Diät-Vorsatz: 2009 werde ich keinerlei Schlank-Produkte anschaffen!
Keine Schlank-Werd-Bücher, keine Schlank-Werd-Zeitschriften, keine Sportgeräte (ich glaube, ich habe eh alle - selbst granulatgefüllte Hanteln, Crosstrainer und ein riesiges Trampolin, Springseile, diesen langen wobbelnden Stab und und und )
keine Pülverchen.
Ich schwöre hingegen nicht, keinen Wodka, keine Schokolade, keinen Champagner, keinen Kuchen, kein Eis ... nö, das ist ein Schwur, der den Februar eh nicht überlebt ...
Freitag, 9. Januar 2009
leckerer Knabber-Ersatz für Chips entdeckt

Ich bekenne mich zu einer Art Chips-Sucht: eine einmal geöffnete Chips-Tüte leere ich gleichtägig und als ich einmal 3 Tüten Chips aus dem Sonderangebot mit nach hause brachte, habe ich sie an einem Wochenende gegessen.
Bei Partys schiebe ich konsequent Chips-Schüsseln von mir weg, denn wenn ich einmal anfange, finde ich kein Ende mehr.
Und jetzt habe ich zufällig im BioLaden einen würdigen Ersatz für Cips gefunden:
Bio Hirsebällchen - glutenfrei - von der Rosenfellner Mühle
Pro 100 Gramm 364 Gramm - abgepackt in Tüten zu 75 Gramm.
Sie treffen genau meine Knabbergelüste und was genial ist:
die Kugeln sättigen!
Statt immer mehr davon in mich hineinzustopfen, bin ich nach einem Beutel pappsatt.
(naja, für eine Weile ...)
In unserem Bioladen sind die Bällchen derzeit im Sonderangebot und kosten so um die 90 Cent pro 75 Gramm Beutel.
dicker Hintern: Dinge, die kein Mensch wissen möchte ...
Heute Morgen habe ich laut und heftig geflucht, nachdem ich mir nach Open-Air-Pinkeln die linke Schulter gezerrt habe und in den Schnee geplumpst bin bei dem Versuch, mir von links den Hintern abzuwischen.
Bin ewig froh, dass ich kein von Paparazzi belauerter Promi bin ...
Bin ewig froh, dass ich kein von Paparazzi belauerter Promi bin ...
93, 8 kg diätloser Abnahmealltag ...
2009, so habe ich beschlossen, wird das Jahr, in dem ich mich meiner Figur widme und zugleich das erste Jahr seit langem, in dem ich keine Diät machen werde.
Ein Widerspruch in sich?
Nö.
Wenn ich richtig rechne, bin ich seit 17 Jahren auf Diät oder voll des schlechten Gewissens, weil ich gerade nicht auf Diät bin, gepaart mit dem Vorsatz, Montag die nächste Diät zu starten, mit der ich dann aber endgültig wieder abnehme.
Abnehmen ist theoretisch das einfachste der Welt.
Man muss rein gar nichts tun um abzunehmen. Man muss nur eine Sache nicht tun ... essen ...
Und es ist erstaunlich, wieviele Bücher und Zeitschriften man mit unterschiedlichen Methoden, nichts zu essen, füllen kann.
Wir Dicken sind ein wunderbarer Markt.
Es gibt einen Markt, der sich darauf spezialisiert, Kindern das Taschengeld aus der Nase zu leiern, einen Markt, Singles zu melken und dann wieder einen großen Markt, Dicken das Geld abzuknöpfen.
Wobei sämtliche Hersteller bemüht sind, ihre Klientel nicht zu verlieren.
Keine Kontaktbörse möchte, dass ihre Kunden möglichst schnell Partner finden und kein Diäthersteller möchte ernsthaft, dass seine Kunden abnehmen.
Nichts geht über Stammkundschaft.
Einmal bei Weight Watchers, immer bei Weight Watchers - dafür gibt es die Goldcard. Als wären erschlankte Dicke ähnlich wie Alkoholiker auch dann noch Dicke, wenn die Waage etwas ganz anderes sagt.
Wer 2005 die Brigitte Diät gemacht hat, soll sie auch 2006, 2007, 2008, 2009 und ganz sicher auch 2010 machen. Damit nimmt man immer und immer wieder gut ab ...
Ich habe mit jeder einzelnen Diät immer gut abgenommen.
Kein Problem.
Nur sind Diäten sehr zeitraubend und wenn man keine Zeit für eine Diät hat, nimmt man lustiger Weise wieder zu und dann gleich noch ein paar Kilo mehr, als man je abgenommen hat.
Meine erste Brigitte Diät habe ich mit 62 kg begonnen.
Sollte ich dort je wieder hinkommen, gebe ich eine Party!
Einen Tag vor meiner letzten Geburt, wog ich 83 kg und wollte nie wieder über 80 kg wiegen ... Jetzt ist die 83 sozusagen mein erste Etappenziel.
Wie ich dorthin gelangen will?
Einerseits über Bewegung.
Bisher habe ich meinen Vorsatz, der Bewegung immer die Priorität zu geben, gut durchgehalten, aber heute ist auch erst der 09.01.
Andererseits möchte ich auf meine Bedürfnisse eingehen.
Im Vordergrund soll nicht mehr eine bestimmte Ernährungsform stehen, sondern ich.
Was will ich, was tut mir gut?
Statt nun feste Diätmahlzeiten aus Dingen zuzubereiten, die ich nicht mag, koche ich nun gezielt Dinge, die ich mag oder widme die Zeit lieber Dingen, die ich gerne tue und öffne einen Bofrost-Beutel. Wenn ich Lust zu kochen habe, stöbere ich in einem dicken Buch mit über 1.000 fettarmen Rezepten und bereite daraus ein Mittagessen für alle zu.
Morgens esse ich eh ungerne, habe mir aber angewöhnt, 2 Äpfel und einen Liter Wasser mit auf den ersten langen Spaziergang zu nehmen. Äpfel kann ich nur im Gehen essen. Und dass ich sie esse, verhindert die erste Heißhungerphase mittags beim Kochen.
Mir ist es immer gerne passiert, dass ich das Frühstück ausfallen ließ und dann beim Zubereiten der Diätmahlzeit nebenbei den Kühlschrank leerfutterte ...
Mein Problem sind nie die Mahlzeiten, sondern das Nebenbei.
Das Abendessen habe ich bisher immer gerne ausfallen lassen und dann nur ein kleines Stück Käse gegessen. Und noch eins. Und ein Stück Wurst. Und noch eins. Und ein paar Kekse. Und den Rest der Packung. Und noch ein kleines Stück Käse. Und noch eins. Und ich weiß wirklich nicht, weshalb ich zunehme, ich esse wie ein Spätzchen. Und noch eins.
Jetzt mache ich mir abends auch eine Mahlzeit.
Einen regelrechten Berg aus lecker Gemüse und Reis oder Kartoffelpüree.
Und lustig.
Wenn ich den ganzen Berg Gemüse und Reis aufesse, habe ich noch immer weniger Kalorien in mich hineingestopft, als mit meiner Spätzchen-Art ...
Gefährlich wird es nur, wenn ich zu lange aufbleibe, der gegessene Berg längst in Vergessenheit geraten ist und das Spätzchen in mir erwacht ... Und noch eins ...
Ein Widerspruch in sich?
Nö.
Wenn ich richtig rechne, bin ich seit 17 Jahren auf Diät oder voll des schlechten Gewissens, weil ich gerade nicht auf Diät bin, gepaart mit dem Vorsatz, Montag die nächste Diät zu starten, mit der ich dann aber endgültig wieder abnehme.
Abnehmen ist theoretisch das einfachste der Welt.
Man muss rein gar nichts tun um abzunehmen. Man muss nur eine Sache nicht tun ... essen ...
Und es ist erstaunlich, wieviele Bücher und Zeitschriften man mit unterschiedlichen Methoden, nichts zu essen, füllen kann.
Wir Dicken sind ein wunderbarer Markt.
Es gibt einen Markt, der sich darauf spezialisiert, Kindern das Taschengeld aus der Nase zu leiern, einen Markt, Singles zu melken und dann wieder einen großen Markt, Dicken das Geld abzuknöpfen.
Wobei sämtliche Hersteller bemüht sind, ihre Klientel nicht zu verlieren.
Keine Kontaktbörse möchte, dass ihre Kunden möglichst schnell Partner finden und kein Diäthersteller möchte ernsthaft, dass seine Kunden abnehmen.
Nichts geht über Stammkundschaft.
Einmal bei Weight Watchers, immer bei Weight Watchers - dafür gibt es die Goldcard. Als wären erschlankte Dicke ähnlich wie Alkoholiker auch dann noch Dicke, wenn die Waage etwas ganz anderes sagt.
Wer 2005 die Brigitte Diät gemacht hat, soll sie auch 2006, 2007, 2008, 2009 und ganz sicher auch 2010 machen. Damit nimmt man immer und immer wieder gut ab ...
Ich habe mit jeder einzelnen Diät immer gut abgenommen.
Kein Problem.
Nur sind Diäten sehr zeitraubend und wenn man keine Zeit für eine Diät hat, nimmt man lustiger Weise wieder zu und dann gleich noch ein paar Kilo mehr, als man je abgenommen hat.
Meine erste Brigitte Diät habe ich mit 62 kg begonnen.
Sollte ich dort je wieder hinkommen, gebe ich eine Party!
Einen Tag vor meiner letzten Geburt, wog ich 83 kg und wollte nie wieder über 80 kg wiegen ... Jetzt ist die 83 sozusagen mein erste Etappenziel.
Wie ich dorthin gelangen will?
Einerseits über Bewegung.
Bisher habe ich meinen Vorsatz, der Bewegung immer die Priorität zu geben, gut durchgehalten, aber heute ist auch erst der 09.01.
Andererseits möchte ich auf meine Bedürfnisse eingehen.
Im Vordergrund soll nicht mehr eine bestimmte Ernährungsform stehen, sondern ich.
Was will ich, was tut mir gut?
Statt nun feste Diätmahlzeiten aus Dingen zuzubereiten, die ich nicht mag, koche ich nun gezielt Dinge, die ich mag oder widme die Zeit lieber Dingen, die ich gerne tue und öffne einen Bofrost-Beutel. Wenn ich Lust zu kochen habe, stöbere ich in einem dicken Buch mit über 1.000 fettarmen Rezepten und bereite daraus ein Mittagessen für alle zu.
Morgens esse ich eh ungerne, habe mir aber angewöhnt, 2 Äpfel und einen Liter Wasser mit auf den ersten langen Spaziergang zu nehmen. Äpfel kann ich nur im Gehen essen. Und dass ich sie esse, verhindert die erste Heißhungerphase mittags beim Kochen.
Mir ist es immer gerne passiert, dass ich das Frühstück ausfallen ließ und dann beim Zubereiten der Diätmahlzeit nebenbei den Kühlschrank leerfutterte ...
Mein Problem sind nie die Mahlzeiten, sondern das Nebenbei.
Das Abendessen habe ich bisher immer gerne ausfallen lassen und dann nur ein kleines Stück Käse gegessen. Und noch eins. Und ein Stück Wurst. Und noch eins. Und ein paar Kekse. Und den Rest der Packung. Und noch ein kleines Stück Käse. Und noch eins. Und ich weiß wirklich nicht, weshalb ich zunehme, ich esse wie ein Spätzchen. Und noch eins.
Jetzt mache ich mir abends auch eine Mahlzeit.
Einen regelrechten Berg aus lecker Gemüse und Reis oder Kartoffelpüree.
Und lustig.
Wenn ich den ganzen Berg Gemüse und Reis aufesse, habe ich noch immer weniger Kalorien in mich hineingestopft, als mit meiner Spätzchen-Art ...
Gefährlich wird es nur, wenn ich zu lange aufbleibe, der gegessene Berg längst in Vergessenheit geraten ist und das Spätzchen in mir erwacht ... Und noch eins ...
Sonntag, 4. Januar 2009
93,8 kg ... Äußerlichkeiten
An 95 kg verteilt auf 1,60 m ist übrigens rein gar nichts attraktiv und ich bin auch nicht mehr die vor Energie strotzende Dicke, die ich noch vor 10 kg war.
Ne, diesseits der 90 ist es einfach nur gruselig.
Und meine Handlungsmöglichkeiten sind auch eher eingeschränkt, wenn ich den Rest des Alltags auch noch irgendwie bewältigen möchte.
Mein Aktivprogramm beinhaltet daher derzeit keinen Sport - morgens die Socken an und abends wieder auszuziehen, ist neben dem Besteigen des 2. Hosenbeins schon hinreichend tricky - sondern nur 2 flotte Spaziergänge täglich.
Einmal vormittags eine lange Runde alleine und einmal nachmittags mit Teilen meines Nachwuchses im Schlepptau.
Bei der Morgenrunde verspeise ich 2 Äpfel. Die Dinger kann ich nur im Gehen essen. Und ich leere eine 1 Liter-Flasche Mineralwasser. Mittags wird fettarm gekocht und abends gibt es Gemüse mit Reis oder Kartoffeln und irgendeiner leckeren Beilage im Miniformat.
Das kann eine Scheibe Käse oder ein Klacks Salatcreme sein - wenn ich die weglasse, finde ich einfach kein Ende beim Futtern.
Ha! Kommt mir nicht mit Disziplin ... die gibt es diesseits der 90er auch nicht ...
Es gibt jede Menge Willen, der leider feste Bürozeiten hat und abends geht.
Tagsüber bin ich ein vernunftbegabter Mensch, der etwas gegen sein Übergewicht tut, abends bin ich eine Fressmaschine, die sich wahllos durch den Kühlschrank frisst.
Ich weiß, dass ich damit irgendwas kompensiere, aber ich habe ganz ehrlich keine Lust auf Suhlen in Psychokacke, woher mein Übergewicht stammt, sondern möchte es schlicht und ergreifend wieder loswerden. Wobei ich es aber ganz angenehm finde, dass ich mit Essen kompensiere und nicht mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Wenn ich sehe, wie schwer mir hier der Ausstieg fällt, möchte ich nicht wissen, wie unmöglich es mir wäre, jemals wieder aus einer Tablettensucht oder so auszusteigen.
Meine einzige Konsequenz aus dem Begreifen, dass mit dem Essen etwas kompensiert wird, besteht darin, sorgfältig so zu leben, dass ich nichts mehr zu kompensieren habe.
Ich hinterfrage nun oft, was ich selbst gerne möchte und wann immer möglich, komme ich meinen Wünschen nach, sofern diese nicht das unverzügliche und gründliche Aufessen von irgendwas beinhalten.
Die Optik ...
Mein Gesicht ist derzeit einfach so fleischig, dass daran wenig attraktiv zu finden ist.
Dazu kommt, dass ich im Winter austrockne, schuppe und gleichzeitig öle, dass es zum Davonlaufen ist. Meine Poren sind riesengroß und scheinen einen Wettkampf in Sachen "wer die meisten Entzündungen bekommt, hat gewonnen" auszutragen, so dass ich derzeit nur creme und nicht schminke.
Meine Kopfhaut juckt und schuppt - sehr hübsch ... Monsterschuppen und rote Stellen dort, wo ich geknibbelt habe zu pickeligem Mondgesicht.
Was meine Haare angeht, wirkt es auf dem aufgedunsenen Gesicht, als hätte ich kaum welche. Mein Sinn für Ästhetik schlägt "abrasieren und Kopfhaut eincremen" vor.
Dem komme ich aber nicht nach.
Ich weiß, dass sich alles wieder beruhigt, sobald die Tage wieder länger werden und nach meiner Planung werden dann ja auch die Pfunde wieder weniger ... vielleicht fallen mir dann wieder sinnvollere Frisuren als: Zopf! ein.
Bis dahin watschle ich wie eine dicke Marktfrau meine Runden.
Ah, Kleidung.
Am liebsten wäre mir derzeit eine Mode, die wie ein Zelt vom Hals nach unten führt - Reifröcke vom Hals an, sozusagen - denn mein Geschwabbel ist schwerlich nett zu kleiden.
Mein Hintern ist riesig und mein Bauch kommt nicht prall, sondern in Pirelli-Reifen.
Wir haben da die Speckrolle in der Hose, die Speckrolle über dem Hosenbund und dann noch die Speck ... ne, ist ja der Busen ... von hinten dann dito.
Die Rollen gehen derzeit rund.
Und dann auch noch der Speck, der umgehend versucht unten aus dem Höschen zu flüchten, wenn man besagtes Höschen zum Kaschieren des oberen Speckröllchens zu weit hochzieht.
Wah!
Und als wäre das noch nicht genug, bin ich nun auch noch behaart wie ein Bär.
Dunkle Haare an den Rückseiten meiner Beine und meine Schambehaarung strebt die Vereinigung mit den kleinen Härchen auf den Knien an!
Ich rasiere tapfer dagegen an.
Überhaupt bin ich tapfer!
Leute!
Statt die Nase über Kugelfrauen wie mich zu rümpfen, müsstet Ihr jeden Schritt eher so anerkennen, als ginge dort eine zierliche 50 kg Frau, die ihren 45 kg schweren Sohn durch die Gegend schleppte.
Würdet Ihr so einer auch noch vorschlagen, zu joggen? Weniger zu essen? Mehr Disziplin aufzubringen?
Ne, diesseits der 90 ist es einfach nur gruselig.
Und meine Handlungsmöglichkeiten sind auch eher eingeschränkt, wenn ich den Rest des Alltags auch noch irgendwie bewältigen möchte.
Mein Aktivprogramm beinhaltet daher derzeit keinen Sport - morgens die Socken an und abends wieder auszuziehen, ist neben dem Besteigen des 2. Hosenbeins schon hinreichend tricky - sondern nur 2 flotte Spaziergänge täglich.
Einmal vormittags eine lange Runde alleine und einmal nachmittags mit Teilen meines Nachwuchses im Schlepptau.
Bei der Morgenrunde verspeise ich 2 Äpfel. Die Dinger kann ich nur im Gehen essen. Und ich leere eine 1 Liter-Flasche Mineralwasser. Mittags wird fettarm gekocht und abends gibt es Gemüse mit Reis oder Kartoffeln und irgendeiner leckeren Beilage im Miniformat.
Das kann eine Scheibe Käse oder ein Klacks Salatcreme sein - wenn ich die weglasse, finde ich einfach kein Ende beim Futtern.
Ha! Kommt mir nicht mit Disziplin ... die gibt es diesseits der 90er auch nicht ...
Es gibt jede Menge Willen, der leider feste Bürozeiten hat und abends geht.
Tagsüber bin ich ein vernunftbegabter Mensch, der etwas gegen sein Übergewicht tut, abends bin ich eine Fressmaschine, die sich wahllos durch den Kühlschrank frisst.
Ich weiß, dass ich damit irgendwas kompensiere, aber ich habe ganz ehrlich keine Lust auf Suhlen in Psychokacke, woher mein Übergewicht stammt, sondern möchte es schlicht und ergreifend wieder loswerden. Wobei ich es aber ganz angenehm finde, dass ich mit Essen kompensiere und nicht mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Wenn ich sehe, wie schwer mir hier der Ausstieg fällt, möchte ich nicht wissen, wie unmöglich es mir wäre, jemals wieder aus einer Tablettensucht oder so auszusteigen.
Meine einzige Konsequenz aus dem Begreifen, dass mit dem Essen etwas kompensiert wird, besteht darin, sorgfältig so zu leben, dass ich nichts mehr zu kompensieren habe.
Ich hinterfrage nun oft, was ich selbst gerne möchte und wann immer möglich, komme ich meinen Wünschen nach, sofern diese nicht das unverzügliche und gründliche Aufessen von irgendwas beinhalten.
Die Optik ...
Mein Gesicht ist derzeit einfach so fleischig, dass daran wenig attraktiv zu finden ist.
Dazu kommt, dass ich im Winter austrockne, schuppe und gleichzeitig öle, dass es zum Davonlaufen ist. Meine Poren sind riesengroß und scheinen einen Wettkampf in Sachen "wer die meisten Entzündungen bekommt, hat gewonnen" auszutragen, so dass ich derzeit nur creme und nicht schminke.
Meine Kopfhaut juckt und schuppt - sehr hübsch ... Monsterschuppen und rote Stellen dort, wo ich geknibbelt habe zu pickeligem Mondgesicht.
Was meine Haare angeht, wirkt es auf dem aufgedunsenen Gesicht, als hätte ich kaum welche. Mein Sinn für Ästhetik schlägt "abrasieren und Kopfhaut eincremen" vor.
Dem komme ich aber nicht nach.
Ich weiß, dass sich alles wieder beruhigt, sobald die Tage wieder länger werden und nach meiner Planung werden dann ja auch die Pfunde wieder weniger ... vielleicht fallen mir dann wieder sinnvollere Frisuren als: Zopf! ein.
Bis dahin watschle ich wie eine dicke Marktfrau meine Runden.
Ah, Kleidung.
Am liebsten wäre mir derzeit eine Mode, die wie ein Zelt vom Hals nach unten führt - Reifröcke vom Hals an, sozusagen - denn mein Geschwabbel ist schwerlich nett zu kleiden.
Mein Hintern ist riesig und mein Bauch kommt nicht prall, sondern in Pirelli-Reifen.
Wir haben da die Speckrolle in der Hose, die Speckrolle über dem Hosenbund und dann noch die Speck ... ne, ist ja der Busen ... von hinten dann dito.
Die Rollen gehen derzeit rund.
Und dann auch noch der Speck, der umgehend versucht unten aus dem Höschen zu flüchten, wenn man besagtes Höschen zum Kaschieren des oberen Speckröllchens zu weit hochzieht.
Wah!
Und als wäre das noch nicht genug, bin ich nun auch noch behaart wie ein Bär.
Dunkle Haare an den Rückseiten meiner Beine und meine Schambehaarung strebt die Vereinigung mit den kleinen Härchen auf den Knien an!
Ich rasiere tapfer dagegen an.
Überhaupt bin ich tapfer!
Leute!
Statt die Nase über Kugelfrauen wie mich zu rümpfen, müsstet Ihr jeden Schritt eher so anerkennen, als ginge dort eine zierliche 50 kg Frau, die ihren 45 kg schweren Sohn durch die Gegend schleppte.
Würdet Ihr so einer auch noch vorschlagen, zu joggen? Weniger zu essen? Mehr Disziplin aufzubringen?
Samstag, 3. Januar 2009
Happy 2009
Ich finde, es hatte Stil, wie ich da mit 95 kg ins neue Jahr kugelte.
Vor mir ein Feuerwerk, Schiffsgetut und glückliche Menschen, in der Hand ein Glas Sekt und das Konto so tief in den Miesen, dass die Hotelrechnung bei der Abreise nicht abgebucht werden konnte.
Na, wozu habe ich jahrelang bei der Versicherung gearbeitet?
Ich guckte verständnislos auf das Gerät, das sehr sicher "Abbuchung nicht möglich!" attestierte und wies die Hotelangestellte an, es auf Lastschriftverfahren umzustellen.
Die Dame an der Rezeption war Profi genug, kaum mit der Augenbraue zu zucken und mir dann Beleg und Kugelschreiber zu reichen.
Und ich war Profi genug, nach hause zu eilen und für Deckung auf dem Konto zu sorgen, indem ich ein anderes ganz hoffnungslos überzog.
Die Bank rächte sich umgehend und gab die Lastschrift der Bank zurück, der unglücklicherweise unser Haus noch gehört. Nun, mit denen werde ich nächste Woche sprechen, wenn hoffentlich mein amerikanischer Lieblingskunde endlich gezahlt hat und meine Konten nur noch so weit im Soll sind, dass die Dispo noch einen gewissen Spielraum lässt.
Da ich das Ganze eher belustigend finde, dämmert mir ganz nebenbei, dass ich meine Depressionen wohl überstanden habe, denn hätten die mich noch im Griff, säße ich jetzt nägelkauend von Weltuntergangsängsten gelähmt in einer dunklen Ecke des Hauses, statt meine wogenden Massen um die Häuser zu scheuchen.
Beim gestrigen Besuch auf der Waage, leuchtete mir eine glatte 95 kg entgegen.
Da ich wohl nicht nur skandalös ruinöse Tendenzen habe, sondern auch einen Hang zu glatten Zahlen, hat mich das nicht wirklich entsetzt sondern nahezu erfreut.
95 kg - das ist eine schön runde Zahl.
Sie erlaubt so wunderbar einfache Rechenspiele.
Da ist eine wunderbare Symmetrie, wenn ich jetzt mein Ziel umsetze, monatlich 5 kg abzuwerfen. Ich weiß, dass ich dann mit 75 kg am Maifeuer sitze und mit 70 kg an den Strand gehe.
Und jajaja mit 65 kg ins Jahr 2010 schreite ... wartet es nur ab ...
Vor mir ein Feuerwerk, Schiffsgetut und glückliche Menschen, in der Hand ein Glas Sekt und das Konto so tief in den Miesen, dass die Hotelrechnung bei der Abreise nicht abgebucht werden konnte.
Na, wozu habe ich jahrelang bei der Versicherung gearbeitet?
Ich guckte verständnislos auf das Gerät, das sehr sicher "Abbuchung nicht möglich!" attestierte und wies die Hotelangestellte an, es auf Lastschriftverfahren umzustellen.
Die Dame an der Rezeption war Profi genug, kaum mit der Augenbraue zu zucken und mir dann Beleg und Kugelschreiber zu reichen.
Und ich war Profi genug, nach hause zu eilen und für Deckung auf dem Konto zu sorgen, indem ich ein anderes ganz hoffnungslos überzog.
Die Bank rächte sich umgehend und gab die Lastschrift der Bank zurück, der unglücklicherweise unser Haus noch gehört. Nun, mit denen werde ich nächste Woche sprechen, wenn hoffentlich mein amerikanischer Lieblingskunde endlich gezahlt hat und meine Konten nur noch so weit im Soll sind, dass die Dispo noch einen gewissen Spielraum lässt.
Da ich das Ganze eher belustigend finde, dämmert mir ganz nebenbei, dass ich meine Depressionen wohl überstanden habe, denn hätten die mich noch im Griff, säße ich jetzt nägelkauend von Weltuntergangsängsten gelähmt in einer dunklen Ecke des Hauses, statt meine wogenden Massen um die Häuser zu scheuchen.
Beim gestrigen Besuch auf der Waage, leuchtete mir eine glatte 95 kg entgegen.
Da ich wohl nicht nur skandalös ruinöse Tendenzen habe, sondern auch einen Hang zu glatten Zahlen, hat mich das nicht wirklich entsetzt sondern nahezu erfreut.
95 kg - das ist eine schön runde Zahl.
Sie erlaubt so wunderbar einfache Rechenspiele.
Da ist eine wunderbare Symmetrie, wenn ich jetzt mein Ziel umsetze, monatlich 5 kg abzuwerfen. Ich weiß, dass ich dann mit 75 kg am Maifeuer sitze und mit 70 kg an den Strand gehe.
Und jajaja mit 65 kg ins Jahr 2010 schreite ... wartet es nur ab ...
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