Heute ist einer dieser Tage, die mit wenig guter Laune beginnen.
Einer dieser Tage, an denen es sehr schwer ist, sich daran zu erinnern, dass man ja auf dem Weg ist. Evtl. deshalb, weil die Waage einem zeigt, dass man es geschafft hat, mal wieder über das Diätanfangsgewicht zu schwuppsen, statt zumindest eine Stagnation nach den üblichen 3 Anfangserfolgskilos zu erreichen.
Ein Tag, an dem man den Kopf ins Klo stecken und abziehen möchte.
Ein Tag, an dem man sich daran erinnert, dass man, wenn man alles richtig macht, am Ende dieses Lebens übrigens tot ist.
Mein inneres Kind ist eindeutig in die Pubertät gekommen und mein liebevoller innerer Erwachsener ist verkatert und braucht eine Zigarette.
Wisst Ihr was?
Ich stopfe jetzt die Sportskanone in das Tchibo-Fitnessdress und gehe auf den Crosstrainer.
Denn immerhin bin ich auf dem Weg, jawohl ... und meinen Weg kann heute rein gar nichts besser symbolisieren als der Crosstrainer.
Donnerstag, 5. März 2009
Mittwoch, 4. März 2009
Perfekt gekleidet zum 90. Geburtstag
Nicht, dass Ihr jetzt meint, der Perlenstring wäre eine Fehlinvestition gewesen ...
Erst am Sonntag hatte ich wieder die passende Gelegenheit ihn zu tragen.
Ich war nämlich zum 90. Geburtstag meiner Ex-Schwieger-Oma eingeladen worden und ich glaube nicht, dass ich an dem Tag ohne meinen Perlenstring auch nur den halben Spaß gehabt hätte.
Wer jetzt einen schlüpfrigen Bericht erwartet, in dem der eine oder andere Mann vorkommt, liegt falsch.
Weiterhin kein Mann in Sicht.
Schade eigentlich.
Und das sinnenfreudige Weib in mir hat gestern entschlossen sämtliche mittlerweile entstandenen Kontaktanzeigen gelöscht, was ich Eva noch ganz schonend beibringen muss. Mir ist aber so, als würde sich zu dieser Gewichtsklasse eher die Art Mann bei mir melden, die mir nachhaltig die Freude an der Lust nehmen könnte.
Zurück zum Geburtstag.
Dies war nämlich DER Anlass, meine ganze Ex-Familie nach der Trennung von meinem Ex wiederzusehen und ich gebe zu, ich wäre dort gerne anders hingegangen.
ZB bemannt und nicht 20 Kilo schwerer als beim 85. Geburtstag der alten Dame.
Ich konnte mir die Blicke und Kommentare meiner lieben Ex-Verwandten lebhaft vorstellen und während ich zwischen als meinen kaschierenden Säcken das geringste Übel suchte, tippte mir ein Teufelchen auf die Schulter und mit einem Kichern schlüpfte ich in den String.
Haben Eure Mütter auch diesen Gedanken verbreitet, dass es wichtig ist immer angemessene Unterwäsche zu tragen, falls man unerwartet vom Bus überrollt wird?
Und was sollen dann die Leute denken, wenn man da liegt, total zermatscht und an einem Dienstag ein Höschen trägt, auf dem zB Donnerstag steht?
Nun, hätte mich am Sonntag ein Bus überfahren, hätten die Leute mir posthum ein erfüllteres Sex-Leben zugestanden, als ich real habe und den Gedanken mag ich.
Ich hatte mir extra für den Geburtstag ein sehr hübsches zeltartiges Oberteil zugelegt, das meinen Körper locker umspielen sollte. Tat es auch, aber es hielt meine Lieblings-Ex-Schwägerin dennoch nicht ab, mich zu fragen, wann es denn soweit sei.
"Juli!", sagte ich ungerührt und sonst gar nichts.
Mein Ex fragte mich später leicht verwundert, ob ich seiner Schwägerin tatsächlich gesagt hätte, dass ich schwanger sei, was ich wahrheitsgemäß verneinte.
Doch, so mit den Perlen ließ sich der Nachmittag mit leisem Lächeln ertragen, ja fast genießen, denn sie erinnerten mich immer wieder an die Freiheiten, die ich mir jetzt nicht mehr immer mühsam herausnehmen muss, sondern schlicht habe.
Mag sein, dass Dinge wie Freiheit und Unabhängigkeit manchmal Dingen wie Einsamkeit und Leere ähneln, aber einmal kalt geduscht und der Blick ist wieder schärfer ...
Erst am Sonntag hatte ich wieder die passende Gelegenheit ihn zu tragen.
Ich war nämlich zum 90. Geburtstag meiner Ex-Schwieger-Oma eingeladen worden und ich glaube nicht, dass ich an dem Tag ohne meinen Perlenstring auch nur den halben Spaß gehabt hätte.
Wer jetzt einen schlüpfrigen Bericht erwartet, in dem der eine oder andere Mann vorkommt, liegt falsch.
Weiterhin kein Mann in Sicht.
Schade eigentlich.
Und das sinnenfreudige Weib in mir hat gestern entschlossen sämtliche mittlerweile entstandenen Kontaktanzeigen gelöscht, was ich Eva noch ganz schonend beibringen muss. Mir ist aber so, als würde sich zu dieser Gewichtsklasse eher die Art Mann bei mir melden, die mir nachhaltig die Freude an der Lust nehmen könnte.
Zurück zum Geburtstag.
Dies war nämlich DER Anlass, meine ganze Ex-Familie nach der Trennung von meinem Ex wiederzusehen und ich gebe zu, ich wäre dort gerne anders hingegangen.
ZB bemannt und nicht 20 Kilo schwerer als beim 85. Geburtstag der alten Dame.
Ich konnte mir die Blicke und Kommentare meiner lieben Ex-Verwandten lebhaft vorstellen und während ich zwischen als meinen kaschierenden Säcken das geringste Übel suchte, tippte mir ein Teufelchen auf die Schulter und mit einem Kichern schlüpfte ich in den String.
Haben Eure Mütter auch diesen Gedanken verbreitet, dass es wichtig ist immer angemessene Unterwäsche zu tragen, falls man unerwartet vom Bus überrollt wird?
Und was sollen dann die Leute denken, wenn man da liegt, total zermatscht und an einem Dienstag ein Höschen trägt, auf dem zB Donnerstag steht?
Nun, hätte mich am Sonntag ein Bus überfahren, hätten die Leute mir posthum ein erfüllteres Sex-Leben zugestanden, als ich real habe und den Gedanken mag ich.
Ich hatte mir extra für den Geburtstag ein sehr hübsches zeltartiges Oberteil zugelegt, das meinen Körper locker umspielen sollte. Tat es auch, aber es hielt meine Lieblings-Ex-Schwägerin dennoch nicht ab, mich zu fragen, wann es denn soweit sei.
"Juli!", sagte ich ungerührt und sonst gar nichts.
Mein Ex fragte mich später leicht verwundert, ob ich seiner Schwägerin tatsächlich gesagt hätte, dass ich schwanger sei, was ich wahrheitsgemäß verneinte.
Doch, so mit den Perlen ließ sich der Nachmittag mit leisem Lächeln ertragen, ja fast genießen, denn sie erinnerten mich immer wieder an die Freiheiten, die ich mir jetzt nicht mehr immer mühsam herausnehmen muss, sondern schlicht habe.
Mag sein, dass Dinge wie Freiheit und Unabhängigkeit manchmal Dingen wie Einsamkeit und Leere ähneln, aber einmal kalt geduscht und der Blick ist wieder schärfer ...
Die Sportskanone ...
... in mir wird übrigens immer aktiver.
Heute Morgen versuchte mein innerer Schweinehund eine Allianz mit der Geschäftstüchtigen einzugehen und um den Crosstrainer herumzukommen, indem er klarmachte, dass soooooviel zu tun sei, dass doch eigentlich gar keine Zeit für den Crosstrainer sei und überhaupt waren wir von gestern (7,1 km Crosstrainer, lange Hunderunde und abends 20 Bahnen im Schwimmbad! (und dreimal Wasserrutsche mit den Jungs)) doch noch so schön frisch geduscht, dass man früher zur Arbeit gehen könnte ... und ...
Er kam fast damit durch!
Ich kochte mir einen Kaffee und dann machte irgendwas "nichts da!", sprang in die Tchibo-Sportklamotten und strampelte sich 3,5 km auf dem Crosstrainer ab.
Und das ist gut so.
Ich bin nicht schlanker, nicht schöner, nicht straffer - aber auf dem Weg und es heißt doch so schön, der Weg ist das Ziel!
Was den Weg angeht, müsste ich jetzt nur noch das Wesen in den Griff bekommen, das auf so perfide Ideen kommt, mal eben einen halben 55% fetthaltigen Camembert in das Tiefkühlgemüse zu schnibbeln.
(war aber lecker ...)
Heute Morgen versuchte mein innerer Schweinehund eine Allianz mit der Geschäftstüchtigen einzugehen und um den Crosstrainer herumzukommen, indem er klarmachte, dass soooooviel zu tun sei, dass doch eigentlich gar keine Zeit für den Crosstrainer sei und überhaupt waren wir von gestern (7,1 km Crosstrainer, lange Hunderunde und abends 20 Bahnen im Schwimmbad! (und dreimal Wasserrutsche mit den Jungs)) doch noch so schön frisch geduscht, dass man früher zur Arbeit gehen könnte ... und ...
Er kam fast damit durch!
Ich kochte mir einen Kaffee und dann machte irgendwas "nichts da!", sprang in die Tchibo-Sportklamotten und strampelte sich 3,5 km auf dem Crosstrainer ab.
Und das ist gut so.
Ich bin nicht schlanker, nicht schöner, nicht straffer - aber auf dem Weg und es heißt doch so schön, der Weg ist das Ziel!
Was den Weg angeht, müsste ich jetzt nur noch das Wesen in den Griff bekommen, das auf so perfide Ideen kommt, mal eben einen halben 55% fetthaltigen Camembert in das Tiefkühlgemüse zu schnibbeln.
(war aber lecker ...)
Pfundi verhindert die Klimakatastrophe ...
Das 3. Kapitel des inneren Kindes ist gruselig amerikanisch.
Ich habe es halbiert und werde es erst morgen beenden.
Gestern noch dachte ich, dass die Formulierung inneres Kind doch geschickt sei.
Denn sämtliche Selbsthilfebücher in der Richtung "lieb dich selbst", einem einfach falsch erscheinen, wenn man lange genug darauf getrimmt wurde, sich erst einmal um die anderen zu kümmern.
Selbst die Sache mit der Nächstenliebe wurde ja dahingehend verdreht, dass Christen gerne meinen, es sei ein Gebot um andere zu lieben - richtig gelesen ist die Relativierung darin, dass man andere so wie sich selbst lieben soll - nicht mehr!
(das ist ein wunderbares Diskussionsthema)
Dahingehend ist es prima, den Schubs, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern in der Form verpasst zu bekommen, dass da ein armes, ungeliebtes Kind ist, das man vernachlässigt.
Das geht ja gar nicht!
Meine Hemmschwelle, mich mir selbst zu widmen wurde damit jedenfalls gut rundgeschliffen und ich lausche tatsächlich aktiver in mich rein. Nicht für mich. Nein. Für ein armes, vernachlässigtes Kind ... :)
Aber das 3. Kapitel geht mir dann doch zu weit.
Jetzt geht es gleich noch um göttliche, direkt aus dem Universum kommende Weisheit, die wir nur in Verbindung mit unserem inneren Kind (rumms, wird es auch noch das göttliche Kind genannt ...) erhalten etc.
Wah!
Pfundi will keine kosmische Weisheit! Pfundi will eine Taille!
"Wir werden nie in der Lage sein, die Probleme von Kindesmißbrauch, Kriminalität, Krieg, Hunger und Umweltverschmutzung ganz zu lösen, wenn nicht genügend Menschen ihre seelische Arbeit leisten und lernen, aus ihrem höheren Selbst heraus zu leben."
arghs
"In der inneren Verbundenheitheit des höheren Selbst sind wir voller Liebe, Empathie und Vergebung. Wir sind dann in dem wunderbaren Zustand, der uns befähigt, aus unserer Weisheit schöpfen zu können, aus der Weisheit, die direkt aus dem Universum fließt."
etc etc etc
Ich habe es halbiert und werde es erst morgen beenden.
Gestern noch dachte ich, dass die Formulierung inneres Kind doch geschickt sei.
Denn sämtliche Selbsthilfebücher in der Richtung "lieb dich selbst", einem einfach falsch erscheinen, wenn man lange genug darauf getrimmt wurde, sich erst einmal um die anderen zu kümmern.
Selbst die Sache mit der Nächstenliebe wurde ja dahingehend verdreht, dass Christen gerne meinen, es sei ein Gebot um andere zu lieben - richtig gelesen ist die Relativierung darin, dass man andere so wie sich selbst lieben soll - nicht mehr!
(das ist ein wunderbares Diskussionsthema)
Dahingehend ist es prima, den Schubs, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern in der Form verpasst zu bekommen, dass da ein armes, ungeliebtes Kind ist, das man vernachlässigt.
Das geht ja gar nicht!
Meine Hemmschwelle, mich mir selbst zu widmen wurde damit jedenfalls gut rundgeschliffen und ich lausche tatsächlich aktiver in mich rein. Nicht für mich. Nein. Für ein armes, vernachlässigtes Kind ... :)
Aber das 3. Kapitel geht mir dann doch zu weit.
Jetzt geht es gleich noch um göttliche, direkt aus dem Universum kommende Weisheit, die wir nur in Verbindung mit unserem inneren Kind (rumms, wird es auch noch das göttliche Kind genannt ...) erhalten etc.
Wah!
Pfundi will keine kosmische Weisheit! Pfundi will eine Taille!
"Wir werden nie in der Lage sein, die Probleme von Kindesmißbrauch, Kriminalität, Krieg, Hunger und Umweltverschmutzung ganz zu lösen, wenn nicht genügend Menschen ihre seelische Arbeit leisten und lernen, aus ihrem höheren Selbst heraus zu leben."
arghs
"In der inneren Verbundenheitheit des höheren Selbst sind wir voller Liebe, Empathie und Vergebung. Wir sind dann in dem wunderbaren Zustand, der uns befähigt, aus unserer Weisheit schöpfen zu können, aus der Weisheit, die direkt aus dem Universum fließt."
etc etc etc
Dienstag, 3. März 2009
Die Sportskanone ...
... in mir rümpft übrigens einfach nur ihr Näschen über innere Kinder und Sex-Göttinnen.
Sie hat beide in den Hintern getreten und das Tchibo-Sonderangebot genutzt.
Nun habe ich neue Sport-Tights, Sport-Sneakers, Sport-BHs und weil die Göttin gerade nicht guckte auch noch ein knastmäßig gestreiftes Tchibo Nachthemd, das mein Nachwuchs mit fröhlichem "oh, ein Zelt!" begrüßte.
Und ... die Sachen liegen nicht alle noch original verpackt im Schrank sondern wurden eben bei 7,1 km auf dem Crosstrainer würdig eingeschwitzt.
Die Sportskanone fordert zu all den Persönlichkeiten noch eine Diät-Köchin dazu.
So langsam begreife ich, wie diese multiplen Persönlichkeitsstörungen zustande kommen ...
Sie hat beide in den Hintern getreten und das Tchibo-Sonderangebot genutzt.
Nun habe ich neue Sport-Tights, Sport-Sneakers, Sport-BHs und weil die Göttin gerade nicht guckte auch noch ein knastmäßig gestreiftes Tchibo Nachthemd, das mein Nachwuchs mit fröhlichem "oh, ein Zelt!" begrüßte.
Und ... die Sachen liegen nicht alle noch original verpackt im Schrank sondern wurden eben bei 7,1 km auf dem Crosstrainer würdig eingeschwitzt.
Die Sportskanone fordert zu all den Persönlichkeiten noch eine Diät-Köchin dazu.
So langsam begreife ich, wie diese multiplen Persönlichkeitsstörungen zustande kommen ...
Eva weckt die Sex-Göttin
In Sachen inneres Kind habe ich mich ohne größere Aha-Erlebnisse durch das 2. Kapitel gelesen.
Insgesamt scheine ich wohl in den letzten Wochen unbewusst eine Art Vorarbeit in Sachen inneres Kind geleistet zu haben. Ich und Eva.
Wenn man mal von der Formulierung inneres Kind wegkommen möchte, kann man an diese Stelle auch so etwas wie Bedürfnisse und Gefühle setzen. Am besten jene, die wir eben ganz gerne verleugnen.
Da ich sehr unlustig bin, mich auf eine neue Beziehung einzulassen - nicht, dass da Nachfrage bestünde - habe ich nicht nur mein inneres Kind, sondern auch meine innere Sexgöttin mit Stubenarrest belegt um in Ruhe arbeiten zu können.
Denn bitte nicht vergessen, es gibt auch noch Mutterpflichten und die Notwendigkeit zum Geldverdienen in meinem Leben. Und einen staubigen Haushalt samt Wäschegebirgen, Flecken und Haustieren. Krams, den ich hier aber nicht thematisieren werde.
Auf mein inneres Kind bin ich nun in der Form eingegangen, dass ich eine Postkarte gekauft habe. Das Blag vermisst nämlich einen Freund. Einen Freund mit Stacheln. Während das Kind der Meinung ist, wir sollten hingehen und für Versöhnung sorgen, hat mein erwachsener Anteil eine ganze Schriftrolle an Gegenargumenten.
Die Stacheln zB, die man schon öfter schmerzhaft in die Nase gerammt bekommen hat.
Ich habe also gesucht und einen Kompromiss gefunden, der im Versenden von Geburtstagskarten bestehen wird. Ohne schwülstigem Text!
Jaja, ich schildere das hier so flapsig, weil das etwas ist, was jeder für sich selbst herausfinden muss. Nicht umsonst haben die Amis da die Umschreibung des inneren Kindes gesucht und gefunden, denn es geht eben um Kindliches fern der erwachsenen Souveränität.
Wann immer die souveräne Erwachsene da ein Kapitel endgültig abschließen will, beginnt das Kind ganz bitterlich zu weinen und ich fürchte, dass einiges an meiner Verfressenheit daher stammen könnte.
An meinem Impuls, das Kindliche, Sentimentale und somit verdammt verletzliche in mir zu verleugnen. Ich habe wohl die Stacheln in meiner Nase gegen Fett auf meinen Hüften eingetauscht und bin nicht ganz sicher, was nun besser ist. Pest oder Cholera?
Und natürlich ist mir klar, dass ich nicht mit dem Versenden einer einzelnen Geburtstagskarte - noch dazu erst im Sommer - davon komme.
Es gilt künftig genauer zu horchen, ob ich etwas gerade tue, weil ich es für angemessen halte. Bzw nicht tue ...
Aber wie gesagt, ich denke, ich habe Vorarbeit geleistet, denn erst im Dezember habe ich bei einem unvermeidlichen Zusammentreffen meine Hand gereicht und Stacheln geerntet.
Lustig, wie klar ich sehe, dass die Erwachsene das vorher, währenddessen und hinterher voraussehbar und doof fand und sich aber dennoch gönnte, weil dieses Handreichen eben zu mir gehört. Ich habe sogar eine zugeknallte Tür wieder geöffnet und laut und deutlich ein "meine Tür steht dir weiterhin offen" in die Nacht gesagt.
Wer nun meint, ich habe wohl gar keinen Stolz, sollte nachgrübeln, ob er sich hinreichend um sein inneres Kind kümmert ...
Meinem jedenfalls tue ich keine kalten Abschiede mit Menschen an, die wir lieben. Weshalb die Erwachsene aber hinreichend intelligent ist, Zusammenkünfte mit stachligen Freunden weiträumig zu vermeiden.
Ich gehöre definitiv nicht zu den hinterherlaufenden Wesen dieser Welt.
Ok, da ich also nebenbei die Sache mit dem inneren Kind brav angegangen bin, dies aber wirklich tödlich verquastes Gesabbel mit sich bringt, habe ich als nächsten Punkt auf der sinnlichen Liste die Lektüre eines erotischen Romans in Angriff genommen.
Gewagte Spiele von Alison Kent - ausdrücklich als erotischer Roman gelistet.
Bisher habe ich nur das erste und eher nicht erotische Kapitel hinter mich gebracht, in dem die Protagonistin sich nur nach einem Nachbarn sehnt und in einem Nebensatz befriedigt.
Ich bleibe gespannt.
Online hat sich ein 28jähriger bei mir gemeldet, in dessen Anzeige er scheinbar sein Konfirmationsbild eingebaut hat. Nein, ich möchte noch nicht einmal herausfinden, was ihn ausgerechnet auf mich bringt. So brav wie er aussieht, gehört er zur Gattung: männliche Jungfrau mit ständig steigendem Panikpegel angesichts der eigenen mitalternden Jungfräulichkeit.
Und der Gedanke an einen unerfahren in mir herumstochernden Grünschnabel macht mich in etwa so heiß, wie mein eigener Nachwuchs mit Brechdurchfall morgens um 4 Uhr ...
Insgesamt scheine ich wohl in den letzten Wochen unbewusst eine Art Vorarbeit in Sachen inneres Kind geleistet zu haben. Ich und Eva.
Wenn man mal von der Formulierung inneres Kind wegkommen möchte, kann man an diese Stelle auch so etwas wie Bedürfnisse und Gefühle setzen. Am besten jene, die wir eben ganz gerne verleugnen.
Da ich sehr unlustig bin, mich auf eine neue Beziehung einzulassen - nicht, dass da Nachfrage bestünde - habe ich nicht nur mein inneres Kind, sondern auch meine innere Sexgöttin mit Stubenarrest belegt um in Ruhe arbeiten zu können.
Denn bitte nicht vergessen, es gibt auch noch Mutterpflichten und die Notwendigkeit zum Geldverdienen in meinem Leben. Und einen staubigen Haushalt samt Wäschegebirgen, Flecken und Haustieren. Krams, den ich hier aber nicht thematisieren werde.
Auf mein inneres Kind bin ich nun in der Form eingegangen, dass ich eine Postkarte gekauft habe. Das Blag vermisst nämlich einen Freund. Einen Freund mit Stacheln. Während das Kind der Meinung ist, wir sollten hingehen und für Versöhnung sorgen, hat mein erwachsener Anteil eine ganze Schriftrolle an Gegenargumenten.
Die Stacheln zB, die man schon öfter schmerzhaft in die Nase gerammt bekommen hat.
Ich habe also gesucht und einen Kompromiss gefunden, der im Versenden von Geburtstagskarten bestehen wird. Ohne schwülstigem Text!
Jaja, ich schildere das hier so flapsig, weil das etwas ist, was jeder für sich selbst herausfinden muss. Nicht umsonst haben die Amis da die Umschreibung des inneren Kindes gesucht und gefunden, denn es geht eben um Kindliches fern der erwachsenen Souveränität.
Wann immer die souveräne Erwachsene da ein Kapitel endgültig abschließen will, beginnt das Kind ganz bitterlich zu weinen und ich fürchte, dass einiges an meiner Verfressenheit daher stammen könnte.
An meinem Impuls, das Kindliche, Sentimentale und somit verdammt verletzliche in mir zu verleugnen. Ich habe wohl die Stacheln in meiner Nase gegen Fett auf meinen Hüften eingetauscht und bin nicht ganz sicher, was nun besser ist. Pest oder Cholera?
Und natürlich ist mir klar, dass ich nicht mit dem Versenden einer einzelnen Geburtstagskarte - noch dazu erst im Sommer - davon komme.
Es gilt künftig genauer zu horchen, ob ich etwas gerade tue, weil ich es für angemessen halte. Bzw nicht tue ...
Aber wie gesagt, ich denke, ich habe Vorarbeit geleistet, denn erst im Dezember habe ich bei einem unvermeidlichen Zusammentreffen meine Hand gereicht und Stacheln geerntet.
Lustig, wie klar ich sehe, dass die Erwachsene das vorher, währenddessen und hinterher voraussehbar und doof fand und sich aber dennoch gönnte, weil dieses Handreichen eben zu mir gehört. Ich habe sogar eine zugeknallte Tür wieder geöffnet und laut und deutlich ein "meine Tür steht dir weiterhin offen" in die Nacht gesagt.
Wer nun meint, ich habe wohl gar keinen Stolz, sollte nachgrübeln, ob er sich hinreichend um sein inneres Kind kümmert ...
Meinem jedenfalls tue ich keine kalten Abschiede mit Menschen an, die wir lieben. Weshalb die Erwachsene aber hinreichend intelligent ist, Zusammenkünfte mit stachligen Freunden weiträumig zu vermeiden.
Ich gehöre definitiv nicht zu den hinterherlaufenden Wesen dieser Welt.
Ok, da ich also nebenbei die Sache mit dem inneren Kind brav angegangen bin, dies aber wirklich tödlich verquastes Gesabbel mit sich bringt, habe ich als nächsten Punkt auf der sinnlichen Liste die Lektüre eines erotischen Romans in Angriff genommen.
Gewagte Spiele von Alison Kent - ausdrücklich als erotischer Roman gelistet.
Bisher habe ich nur das erste und eher nicht erotische Kapitel hinter mich gebracht, in dem die Protagonistin sich nur nach einem Nachbarn sehnt und in einem Nebensatz befriedigt.
Ich bleibe gespannt.
Online hat sich ein 28jähriger bei mir gemeldet, in dessen Anzeige er scheinbar sein Konfirmationsbild eingebaut hat. Nein, ich möchte noch nicht einmal herausfinden, was ihn ausgerechnet auf mich bringt. So brav wie er aussieht, gehört er zur Gattung: männliche Jungfrau mit ständig steigendem Panikpegel angesichts der eigenen mitalternden Jungfräulichkeit.
Und der Gedanke an einen unerfahren in mir herumstochernden Grünschnabel macht mich in etwa so heiß, wie mein eigener Nachwuchs mit Brechdurchfall morgens um 4 Uhr ...
Montag, 2. März 2009
Unser Morgen wird anders sein, wenn wir das Heute verändern ...
Örks ...
Mir deucht, ich muss dieses dämliche Buch wirklich lesen.
So unwohl wie ich mich dabei fühle, muss wohl was dran sein.
Jedenfalls geht es mir heute mies und weinerlich.
Einer anrufenden Bekannten habe ich in dieser etwas zynischen Stimmung abgesagt, da ich mich heute um mein inneres Kind kümmern müsse und ich durfte feststellen, dass Menschen immer das hören, was sie erwarten. Kind kümmern, ist etwas dass sie erwarten und ein inneres etwas, das sie locker überhören können :)
Von meinem Gegrübel werde ich hier nicht viel äußern.
Hoffe ich.
Aber immerhin hat mich obiger Sinnspruch heute begleitet und ich habe es so umgesetzt, dass ich bereits 7 km auf dem Crosstrainer und eine große Runde spazieren war. Gleich gehe ich auch noch die nächste Runde.
Dabei singe ich.
Allein, allein ... wir sind alle allein ...
Pfundi sings the Blues ...
Mir deucht, ich muss dieses dämliche Buch wirklich lesen.
So unwohl wie ich mich dabei fühle, muss wohl was dran sein.
Jedenfalls geht es mir heute mies und weinerlich.
Einer anrufenden Bekannten habe ich in dieser etwas zynischen Stimmung abgesagt, da ich mich heute um mein inneres Kind kümmern müsse und ich durfte feststellen, dass Menschen immer das hören, was sie erwarten. Kind kümmern, ist etwas dass sie erwarten und ein inneres etwas, das sie locker überhören können :)
Von meinem Gegrübel werde ich hier nicht viel äußern.
Hoffe ich.
Aber immerhin hat mich obiger Sinnspruch heute begleitet und ich habe es so umgesetzt, dass ich bereits 7 km auf dem Crosstrainer und eine große Runde spazieren war. Gleich gehe ich auch noch die nächste Runde.
Dabei singe ich.
Allein, allein ... wir sind alle allein ...
Pfundi sings the Blues ...
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