Montag, 18. November 2013

eine halbe Flasche weniger

Gewicht: 105,3 kg
gestern:
Geld*: 30,28
Schritte: 2.978
16.11. - 10.439
15.11. - 10.678
Sünden: Pudding und Kekse
Schlafenszeit: dauernd und immer wieder


Mich hat eine kapitale Grippe mit schmerzhaftem Husten, Halsschmerzen, Schwindel und Schlafattacken im Griff.
Husten und Halsschmerzen habe ich mit süßen Tees, Kaffee und Pudding bekämpft.
Gewonnen habe ich noch nicht.

Im Vergleich zum letzten offiziellen Wiegetag habe ich immerhin 300 Gramm abgenommen, aber ich gebe zu:
hey, ich habe hier ein echt tolles Diättagebuch
das einzige, was fehlt ist so etwas wie ein Gewichtsverlust ;-)

Dabei habe ich dann gestern sogar mal ein paar Hirnzellen geballt und statt mehr Pudding, habe ich stückige Dosentomaten erhitzt, geschmacklich etwas abgerundet und warm gegen meinen schmerzenden Hals weggeschlabbert.
Das war prima und ich fühlte mich beim nächsten Einschlafen echt clever und "bald schlank".

Als ich wieder wach wurde (also, eher "wach" als wach), überraschten mich die tollsten Kinder der Welt damit, dass sie 3 Bleche Kekse gebacken hatten.
Natürlich nicht Low Carb, sondern ... lecker.
Ganz viele Kekse zu essen, war sozusagen Mutterpflicht.
Damit bewahre ich meine Kinder vor Komplexen, Diätwahn und dem Gefühl, von ihrer Mutter abgewiesen und nicht respektiert worden zu sein. Außerdem waren die Kekse einfach göttlich.

Heute werde ich aber mal kommunizieren, dass Mutti wieder auf Diät ist.
Bzw auf Ernährungsumstellung.

Gestern habe ich wache Phasen genutzt um in fremden Diätblogs zu schmökern.
Meine Güte, da gibt es 13Jährige, die verzweifelt versuchen unter 40 kg zu kommen und eine Windhund-Optik zu erreichen (sichtbare Rippenbögen) und Männer, die ernsthaft vorhaben in 90 Tagen 50 kg oder in einem Jahr 100 kg (oder so ...) abzunehmen und dies durch rigide Lebensmitteleinschränkungen und gruselige Trainingseinheiten zu erreichen versuchen.
Gelegentlich kam mir die Schreibe bekannt vor (ich bin ja nun auch schon etwas länger und höchst erfolgslos in der Diätblogger-Szene unterwegs) und bei genauerem Lesen erfuhr man dann auch:
ja, dies ist Teil II oder III und gelegentlich hatte man diese Wahnsinns-Ziele auch erreicht, aber nicht halten können.
Nein, ich lästere ich.
Ich suche meinen Weg, lese mit und gucke, wie mein Schweinehund und mein inneres Kind reagieren ...
Übrigens passe ich auch auf, wie meine äußeren Kinder reagieren.
Ich möchte nicht, dass sie Mutti als dauer diätende, unzufriedene Dicke in Erinnerung haben.
Ich meine, ich möchte nicht hauptsächlich dick sein, sondern eher so eine Teilzeit-Dicke.
Nein, auch falsch.
Eine Frau, die unter anderem auch dick ist.
Fast ...
Eine Frau, die unter anderem auch dick war - eine Zeit lang :)

Es hilft also nur eines:
Zweckoptimismus!

Zwischendurch war die Waage doch mal auf über 106 kg gewesen?!
Ah, habe ich natürlich nicht in meine Gewichtskurve gesetzt ...
Dort gebe ich "nur" 105,9 kg zu.
Gut, heute bin ich 600 Gramm schlanker und schöner.
So sehen 600 Gramm aus:

Ja, klar habe ich "ausgerechnet", dass ich locker 4 Kästen Wasser abnehmen sollte.
Meine Güte ... bei jedem Schritt schleppe ich 4 Kästen Wasser mit mir herum und wunder mich, dass mich jeder sanfte Hügel zum Keuchen bringt?!
Na gut, sollte ich heute einen Spaziergang schaffen - Grippe ... - und ich merke, dass ich nach diesem Eintrag schon wieder ein wenig schlafen muss, habe ich also schon mal eine halbe Flasche weniger dabei.

Kommentare:

Ines hat gesagt…

Wie alt sind deine Kinder? Ich denke, es ist unglaublich schwer, seine Kinder vor dieser Diätmentalität zu behüten.

Susanne hat gesagt…

...doch ich glaube schon, dass das machbar ist. Mit ganz viel Selbst-Bewusstsein der Mutter und das hat Pfundi eindeutig.
Jawohl- Selbstbewusstsein heisst nämlich sich seiner selbst bewusst sein. Und was macht Pfundi hier anderes als dauernd zu reflektiren?
Ich finde Mütter gefährlich die unbewusst kleine Botschaften an ihre Töchter losschicken, dass diese aus irgend einem Grund nicht gut genug, nicht schön genug, nicht perfekt genug sind.
Gerade gestern gesehen als eine Bekannte ihrer zehn Jährigen über den Bauch streichelte und sie Dickie nannte-würg!